Chronik

1896
Die Freie und Hansestadt Lübeck entschloß sich zur Gründung einer Baugewerkschule. Der Unterricht begann mit dem Winter- halbjahr 1896/97 am 1.November 1896 mit einer 4-semestrigen Ausbildung. Die Leitung oblag der bestehenden Gewerbeschule, der Unterricht erfolgte im Gebäude der heutigen Volksschule an der Ecke Domkirchhof / Fegefeuer. 18 Schüler gehörten dem 1. Semester an. Herrn Dir. Weckwerth standen als Lehrkörper die Oberlehrer Stein und Straub, Arch. Max Metzger sowie die Lehrer Lücker und Meyer zur Seite. Eine Unterscheidung in die Abteilungen Hoch- und Tiefbau gab es noch nicht.
Im gleichen Jahr, am 30.Juli, war der erste Spatenstich für den Bau des „Elbe-Trave-Kanals“ erfolgt.
Schon im Anfangssemester wurde der Wunsch nach einer Vereinigung bei Schülern und Lehrern laut.
1897
Zum 9.Januar wurde die erste Versammlung einberufen, bei der das Erscheinen aller Schüler Pflicht war. Einziger Punkt der Tagesordnung: „Gründung eines Vereins für Schüler der Baugewerk- schule in Lübeck“. Auch der Lehrkörper war vollzählig erschienen. Die Gründung des Vereins war beschlossene Sache. Als vorläufiges Versammlungslokal wurde das „Restaurant zum goldenen Apfel“, Schmiedestraße 1, gewählt. Eine Woche später, am 16.Januar wurde die Satzung beschlossen und der erste Vorstand gewählt.

Gewählt wurden: Busch, Joh. 1. Vorsitzender
Zölker, Chr. 2. Vorsitzender
Koch, Gustav Kassierer
Grube, Ernst Schriftführer

Der § 1 der ersten Satzung sei hier wörtlich wiedergegeben, da er sich sinngemäß in 100 Jahren kaum verändert hat:
„Der Verein hat den Zweck, unter seinen Mitgliedern die Geselligkeit und den kameradschaftlichen Verkehr zu heben, sowie durch Besprechung und Lösung der von den Mitgliedern gestellten Fragen aus dem Gebiet der Bauwissenschaften die gegenseitige Fortbildung zu fördern.“

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